In der folgenden Aufstellung sind alle aktuellen und früheren Forschungsprojekte beschrieben.
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Sozialwissenschaftliche Berufsqualifizierung. 3. Postgradualer Lehrgang 2010-2012 für die internationale sozialwissenschaftliche Forschung (SOQUA)
Beschreibung SOQUA ist eine gemeinsame Initiative der drei außeruniversitären Institute SORA, FORBA und ZSI zur Berufsqualifizierung in den Sozialwissenschaften. Die postgradualen Lehrgänge vermitteln Kenntnisse über die sozialwissenschaftliche Forschungspraxis, Projektmanagement, qualitative und quantitative Methoden der angewandten Sozialwissenschaft sowie über zentrale Themen europäischer Sozialforschung. Sie richten sich an akademische BerufseinsteigerInnen und junge ForscherInnen, die in der angewandten Sozialwissenschaft tätig sind. Der dritte Lehrgang 2010-2012 beginnt Ende September 2010 und endet im Frühjahr 2012. Er umfasst in fünf Modulen 30 Seminartage.
Durchführung Ursula Holtgrewe, Jörg Flecker, Thomas Riesenecker-Caba, Roland Atzmüller, Ingrid Mairhuber, Ulrike Papouschek
Stand laufend Laufzeit 10/2010 - 6/2012
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Praktika und Praktikanten/Praktikantinnen: Empirische Analyse von Praktika sowie der Situation von Praktikanten/Praktikantinnen
Beschreibung Im Zentrum des Vorhabens steht eine breite Evaluierung der Situation von PraktikantInnen in Österreich. Dafür sind zunächst quantitative Daten über die Verbreitung von unterschiedlichen Formen von Praktika und über die Merkmale von PraktikantInnen heranzuziehen (v.a. Praktika von JungakademikerInnen einerseits und PflichtpraktikantInnen während der Ausbildung andererseits). Auf Basis der Sekundäranalysen erfolgt über qualitative Primärerhebungen eine detaillierte Untersuchung von Problemlagen bei Praktika. Dabei sind unterschiedliche Betroffenengruppen und deren Bedingungen differenziert zu beschreiben und in Bezug zur Ausbildungs-, Erwerbs- und Lebenssituation zu setzen. In die Beurteilung sind auch die Motive und Perspektiven von PraktikantInnen wie auch der ArbeitgeberInnen zu berücksichtigen sowie die auftretenden Probleme in den jeweiligen Arbeits- und Ausbildungsbeziehungen zu erfassen. In Ergänzung dazu wird auch die Sicht der Sozialpartner zur Thematik analysiert.
Durchführung Eichmann, Hubert, Saupe, Bernhard, Vogt Marion
Stand laufend Laufzeit 6/2010 - 3/2011
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Erwerbsarbeit und Elternschaft in Wien
Beschreibung Die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Elternschaft ist auch in Wien – trotz relativ guter Bedingungen – für Frauen noch immer eine große Herausforderung. Quantitative empirische Studien weisen darauf hin, dass „aktive“ Väter mit dieser Problematik anders als ihre weiblichen Kolleginnen umgehen. In Erweiterung des EU-Forschungsprojektes CAPRIGHT wird im Rahmen dieser von der Wiener MA 5 beauftragten Studie der Frage nachgegangen, warum und inwiefern diese geschlechtsspezifischen Unterschiede bestehen. Weiters geht es auch darum, den unterschiedlichen Umgang von Wiener Betrieben mit „aktiven“ Müttern und Vätern zu erarbeiten. Darauf aufbauend werden dann Gender Budgeting relevante Maßnahmenvorschläge entwickelt, damit Frauen und Männer in Wien ihre Vorstellungen betreffend Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Elternschaft besser verwirklichen können und gleichzeitig die Gleichstellung der Geschlechter gefördert wird.
Durchführung Ingrid Mairhuber, Ulrike Papouschek, Karin Sardadvar
Stand laufend Laufzeit 5/2010 - 12/2010
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Berufswechsel aus Berufen mit begrenzter Tätigkeitsdauer
Beschreibung Will man vermeiden, dass Personen in belastenden Berufen aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden, kann neben der Verbesserung der Arbeitsbedingungen in diesen Berufen eine Unterstützung bei Berufswechseln sinnvoll sein. Derzeit sind kaum systematische Umstiegsmöglichkeiten gegeben. FORBA analysiert in diesem Projekt gemeinsam mit Prospect Unternehmensberatung, in welche Tätigkeiten oder Berufe Personen wechseln könnten, die derzeit Berufe mit begrenzter Tätigkeitsdauer ausüben, und welcher Beratungsbedarf in diesem Zusammenhang gegeben ist.
Durchführung Jörg Flecker, Marion Vogt, Alfons Bauernfeind
Stand laufend Laufzeit 2/2010 - 7/2011
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Dynamik transnationaler Wertschöpfungsketten in der Softwareentwicklung in Österreich
Beschreibung Internationalisierung von Arbeit und Verlagerung von standardisierten Tätigkeiten sind bekannte Entwicklungen in der Industrie, sie betreffen aber immer häufiger hoch qualifizierte Kopfarbeit. Dies trifft insbesondere auf die Softwareentwicklung zu, die als Vorreiter solch global integrierter Unternehmen gilt. Outsourcing und Offshoring sind Teile davon. Das primäre Ziel dahinter: Kostensenkung, die Nutzung hoch qualifizierter Beschäftigter, Flexibilisierung und die Erschließung neuer Märkte. Für die Beschäftigten in Österreich entstehen in diesen Prozessen neue Unsicherheiten: Jobs geraten ins Schwanken, vermehrte Mobilität wird ebenso verlangt wie intensivere virtuelle Zusammenarbeit, und Formen der Kooperation und Konkurrenz im Betrieb verändern sich. Das sind neue Phänomene in bisher gut abgesicherten Berufsfeldern. Auf der anderen Seite bietet die Internationalisierung auch Chancen für die Beschäftigten. Neue Jobs entstehen und Karriereoptionen eröffnen sich. Das gilt mitunter auch für die Beschäftigten in den Outsourcing-Destinationen, die sich häufig in Mittel- und Osteuropa befinden. Brisant wird es für die Beschäftigten in Österreich, wenn diese Standorte ihre Angebote ausbauen und professionalisieren und dadurch schleichend immer mehr Aufgaben abwandern. In der Folge ändern sich Stellenprofile und Qualifikationsanforderungen. Diese unterschwelligen Prozesse sind vergleichsweise unauffällig und entgehen dem Blick der Öffentlichkeit, der sich auf spektakuläre Kündungswellen und Betriebsschließungen richtet. In diesem neuen, bis Mitte 2011 laufenden Forschungsprojekt konzentriert sich FORBA auf schleichende Veränderungen der internationalen Arbeitsteilung. Im Zentrum stehen die Suchprozesse von Unternehmen in der Softwareindustrie nach neuen Formen der Arbeitsorganisation und die Folgen für die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten.
Durchführung Annika Schönauer, Jörg Flecker, Ursula Holtgrewe
Stand laufend Laufzeit 1/2010 - 10/2011
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Work and Life Quality in New and Growing Jobs (WALQING)
Beschreibung Die Europäische Union hat sich seit den 90er Jahren vorgenommen, in den Mitgliedsländern "mehr und bessere Jobs" zu schaffen, und in der Tat ist in den "alten" EU-Mitgliedsstaaten zwischen 1995 und 2006 die Erwerbstätigkeit um 10% gestiegen. Frauen verzeichnen einen überproportionalen Anteil an diesem Beschäftigungswachstum. Jedoch erweisen sich die "neuen" Jobs nicht als notwendigerweise "besser". In vielen EU-Ländern wächst die Zahl prekärer, gering entlohnter Arbeitsplätze, speziell im Dienstleistungsbereich. Das betrifft sowohl die klassischen Niedriglohnbereiche wie Handel, Gebäudemanagement oder Gastgewerbe, als auch wissensintensivere Branchen wie z.B. die Weiterbildung oder manche Kreativindustrien. WALQING untersucht in neuer Breite und Tiefe die Zusammenhänge zwischen neuen und expandierenden Jobs, den Arbeitsbedingungen in diesen Jobs und den mehr oder weniger günstigen Ergebnissen für die Arbeits- und Lebensqualität der Beschäftigten. Dazu kombiniert das Projekt die vertiefte Analyse der hauptsächlichen europäischen Datensätze zur Arbeits- und Lebensqualität mit der Untersuchung von Politik und Problemwahrnehmung nationaler und europäischer Sozialpartner und anderer Stakeholder. Es untersucht in Niedriglohnbranchen, die auf der Grundlage dieser Analysen ausgewählt werden, die Strategien und Handlungskontexte von Unternehmen und die beruflichen Verläufe und Handlungsmuster der Beschäftigten. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Situation sozial "verwundbarer" Gruppen (wie Jugendliche, MigrantInnen, Ältere, u.U. Frauen) und den Auswirkungen von neuen, flexiblen Arbeitsformen und Beschäftigungsverhältnissen.
Durchführung Ursula Holtgrewe, Annika Schönauer, Christine Wagner
Stand laufend Laufzeit 12/2009 - 11/2012
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Projektmanagement für GSK-Forschungsinstitute
Beschreibung Ziel des Vorhabens ist es, allgemeine Methoden des Projektmanagement (PM) an die Situation in GSK-Forschungsinstituten anzupassen. Dafür werden in der Wirtschaft angewandte PM-Konzepte der Praxis und dem Bedarf von Forschungsinstituten gegenüber gestellt. Daraus wird ein Projektmanagementkurs entwickelt, der den Wünschen und Anforderungen von geistes-, sozial und kulturwissenschaftliche (GSK-)Forschungsinstituten entspricht. Zudem werden Standarddokumente des Projektmanagement angepasst und auf Forschungsinstitute zugeschnitten. Der besondere Nutzen des Vorhabens liegt darin, dass Forschungsinstitute einerseits mit professionellen Vorgangsweisen in der Industrie konfrontiert werden und dass andererseits auf ihre spezifischen Bedürfnisse eingegangen wird.
Durchführung Thomas Riesenecker-Caba, Jörg Rainer (Rainer Solutions Consulting)
Stand abgeschlossen Laufzeit 12/2009 - 3/2010
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Bericht zur Kurzarbeit in Österreich, Belgien, Frankreich und den Niederlanden
Beschreibung Im Zuge der gegenwärtigen Wirtschaftskrise adaptierten so gut wie alle Mitgliederstaaten der Europäischen Union ihre Maßnahmen zur Kurzarbeit. Im Rahmen dieses Projekts für die ILO (International Labour Office) erarbeitet FORBA eine Übersicht zu Kurzarbeitsmaßnahmen in Österrreich, Belgien, Frankreich und den Niederlanden. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung der Regulierung von Kurzarbeit in den untersuchten Ländern, deren Inanspruchnahme und auf den Ergebnissen erster Evaluierungen.
Durchführung Annika Schönauer, Jörg Flecker, unter Mitarbeit von Lukas Hofstätter
Stand abgeschlossen Laufzeit 12/2009 - 3/2010
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WORKABLE – Making Capabilities Work
Beschreibung Im November 2009 beginnt das EU-Projekt WORKABLE (7. Rahmenprogramm), an dem FORBA zusammen mit 12 weiteren Partnerinstituten aus 10 europäischen Staaten beteiligt ist. Das Projekt hat eine Laufzeit von 36 Monaten und wird von der Universität Bielefeld/Fakultät für Erziehungswissenschaft geleitet. Den heuristischen Rahmen von WORKABLE bildet der so genannte Capabilities-Ansatz von Amartya Sen, der Frage nachgeht, welche persönlichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen erfüllt sei müssen, damit Menschen ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten können. Workable wird der Frage nachgehen welche Fähigkeiten und Kompetenzen (Capabilities) Jugendliche und junge Menschen benötigen, um aktiv an der Gesellschaft teilhaben zu können und ihr Privatleben wie auch ihre Integration in das Erwerbsleben eigenen Interessen und Vorstellungen gestalten zu können. Die geplanten Forschungsaktivitäten werden sich auf Übergänge zwischen Schule – Ausbildung –Berufsleben konzentrieren. Welche bildungspolitischen Strategien werden in europäischen Staaten implementiert, um den Jugendlichen/jungen Menschen zu ermöglichen, ihre Fähigkeiten und Kompetenzen so zu entfalten, dass sie als aktive BürgerInnen an der Gesellschaft teilnehmen können. FORBA wird sich im Rahmen des Projektes v.a. mit den überbetrieblichen Lehrwerkstätten bzw. der Ausbildungsplatzgarantie beschäftigen.
Durchführung Roland Atzmüller, Bettina Haidinger
Stand laufend Laufzeit 11/2009 - 10/2012
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Teilzeitarbeit von Frauen in der Steiermark
Beschreibung Die Zunahme der Frauenerwerbstätigkeit in den letzten beiden Jahrzehnten ist ausschließlich auf zusätzliche Teilzeitbeschäftigungen von Frauen zurückzuführen. Die Teilzeitbeschäftigung von Frauen nimmt deshalb einen immer größeren Stellenwert ein. Dennoch kann nicht von der Teilzeitbeschäftigung gesprochen werden, denn Teilzeitbeschäftigungen sind in sich sehr vielfältig und dies sowohl aus der Perspektive der Frauen als auch aus jener der Betriebe heraus betrachtet. Zudem kann auf ein Spannungsfeld geschlossen werden, in dem sich teilzeitbeschäftigte Frauen und Teilzeitarbeit anbietende Unternehmen bewegen. Die Interessen von Frauen an Teilzeitarbeit können mit jenen der Betriebe harmonieren, diesen aber auch diametral entgegengesetzt sein. In diesem Projekt soll deshalb die Komplexität von Motivlagen, Interessen und Beurteilungen von Teilzeitbeschäftigung von Frauen in der Steiermark in Abhängigkeit von Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren dargestellt werden. Im Zentrum stehen dabei sowohl die Teilzeit arbeitenden Frauen als auch die Teilzeit anbietenden Unternehmen. Dabei wird Teilzeitbeschäftigung mit der individuellen Situation der weiblichen Teilzeitbeschäftigten einerseits und den Rahmenbedingungen und Personaleinsatzstrategien des Unternehmens andererseits in Zusammenhang gesetzt, um der Komplexität der verschiedenen Konstellationen von Teilzeitarbeit gerecht werden zu können.
Durchführung Marion Vogt, Alfons Bauernfeind
Stand abgeschlossen Laufzeit 11/2009 - 5/2010
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