Update der Studie 'Internationalisierung österreichischer Unternehmen - Was haben die ArbeitnehmerInnen davon?'

Beschreibung Im Auftrag der Kammer für Arbeiter und Angestellte Wien führte FORBA im Februar 2009 eine standardisierte Online-Befragung bei Betriebsräten in Top-300-Unternehmen in Österreich durch, an der 109 Betriebsräte teilgenommen haben (in 95% der Fälle Betriebsratsvorsitzende). Im Fokus der Erhebung standen das Ausmaß der Betroffenheit durch die aktuelle Wirtschaftskrise in den jeweiligen Unternehmen, Krisenbewältigungsmaßnahmen, sowie Unterschiede zwischen den Betrieben entlang verschiedener Unternehmensmerkmale. Der Grundtenor der befragten Betriebsräte ist pessimistisch - und lässt darauf schließen, dass die Talsohle bei Produktions- und Absatzrückgängen zum Zeitpunkt der Erhebung noch nicht erreicht ist. Betriebsräte in 62% der Unternehmen geben an, dass Investitionen zurückgestellt werden; in 52% der Fälle rechnet man mit gravierenden Einsparungsmaßnahmen zulasten der Beschäftigten. Bei mehr als der Hälfte der untersuchten Großbetriebe wurde bereits Leiharbeitspersonal abgebaut, bei einem Viertel gibt es Kündigungen von Personal der Stammbelegschaften (in weiteren 32% der untersuchten Firmen wird das noch erwartet). Produzierende Betriebe sind bislang deutlich stärker betroffen als Dienstleistungsunternehmen (z.B. bei Kurzarbeit: 22% vs. 5%). Weit überproportional betroffen sind Unternehmen mit Exportanteilen von über 40% (d.h. ca. 55% aller untersuchten Top-300-Firmen). Die in der gegenwärtigen Situation in Großbetrieben am meisten gefährdeten Beschäftigungsgruppen sind niedrig qualifizierte Personen sowie atypisch Beschäftigte, allen voran Leiharbeitskräfte.
Durchführung Hubert Eichmann, Alfons Bauernfeind
Auftraggeber Kammer für Arbeiter und Angestellte Wien
Stand abgeschlossen
Laufzeit 12/2008 - 5/2009
Dokumente Forschungsbericht  PDF (456kB)