e-Work: 3. Workshop

Workshop 3 aus der Serie "e-Work – Neue Jobchancen realisieren"

Grundlagen der Arbeitsmarktpolitik in der Informationsgesellschaft

Zeit: Dienstag, 22. Jänner 2002 von 13:00 - 16:30 Uhr
Ort: AK Wien, Anna Boschek-Haus, Prinz Eugen Straße 20-22, 1040 Wien
Die Teilnahme ist kostenlos.

Programm

13:00 – 14:00 Informationsgesellschaft und Arbeitsmarktsegmentierung
Univ.-Doz. Dr. Hans Georg ZILIAN, Büro für Sozialforschung Graz
14:00 – 14:30 Diskussion
14:30 – 15:00 Kaffe- und Teepause
15:00 – 15:45 Zur Ideologie der Informationsgesellschaft
Egon LEITNER, Universität Graz
anschließend Diskussion
16:30 Ende der Veranstaltung

Die Workshopreihe der Denkwerkstätte Wien dient der Fortsetzung und Vertiefung der auf der Konferenz "e-work: Neue Jobchancen - real oder virtuell?" im November 2000 bearbeiteten Themen und wird vom AMS Wien in Kooperation mit AK Wien, WK Wien, Industriellenvereinigung und ÖGB veranstaltet.

Die inhaltliche Leitung und organisatorische Durchführung liegt bei FORBA (Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt).

Abstract

In der Veranstaltung wird – teilweise in Anknüpfung an Pierre Bourdieu - die Frage aufgeworfen, ob die allseits begrüßte Informationsgesellschaft in der Lage ist, ihr Versprechen von mehr Wohlstand, von mehr Arbeitsplätzen und von gesteigerter Lebensqualität für alle einzulösen. Dazu muss zu allererst eine Besinnung darauf stattfinden, was "Information" ist und für unsere Gesellschaft bedeutet. Zweitens soll gezeigt werden, dass mit der zunehmenden Relevanz symbolischer Kapitalien die Spaltungslinien der Arbeitsgesellschaft neue Konturen annehmen. Mechanismen der Sanktionierung und der Belohnung von Leistungen verbinden sich mit meritokratischen Ideologien und sorgen dafür, dass auch in diesem Bereich der Ausgang ökonomischer Wettbewerbe zu äußerst ungleichen Verteilungen der materiellen Endausstattung führen. Drittens soll nachgewiesen werden, dass die "Informationsgesellschaft" in vielerlei Hinsicht zu einer "Desinformationsgesellschaft" mutiert ist, in der Argumente und empirische Belege gegenüber der gefälligen Verpackung zugkräftiger Ideologien den kürzeren ziehen. Zusammenfassend soll den Querverbindungen zwischen den skizzierten Entwicklungen und Themenkomplexen nachgegangen werden.