Vor kurzem ist der Sammelband Welfare Racism erschienen, der einen Beitrag von FORBA-Mitarbeiter Andreas Schadauer zur Situation in Österreich enthält. Das Buch vereint Analysen rassistischer Diskurse rund um den Wohlfahrtsstaat in unterschiedlichen Ländern und zeigt, wie diese Narrative soziale Ungleichheit legitimieren und in Migrations- sowie Sozialpolitik strukturell verankert sind.
Das Kapitel zur österreichischen Situation beleuchtet die besondere Rolle der Figuren des „Gastarbeiters“ und des „Sozialschmarotzers“ in aktuellen Debatten. Anhand einer Analyse von Zeitungsartikeln wird deutlich, wie solche Zuschreibungen nicht nur rassistische, sondern auch klassistische Fragmentierungen erzeugen und verstärken. Damit knüpft der Beitrag an die zentrale These des Buches an, dass Wohlfahrtsrassismus eng mit kapitalistischen und autoritären Strukturen verwoben ist, und zeigt exemplarisch, wie diese Dynamiken im österreichischen Diskurs über Arbeit, Arbeitsbereitschaft und soziale Zugehörigkeit wirksam werden.
Weitere Informationen zur Publikation finden Sie hier.
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