Am 18. Juni 2026 wurde im Rahmen der Tagung „Berufliche Qualifizierung im Spannungsfeld von Struktur und Individuum“ der Arbeiterkammer Wien und des waff – Wiener Arbeiternehmer*innen Förderungsfonds folgende neue FORBA-Studie präsentiert:
Wie gelingt qualifikationsadäquate Beschäftigung von nach Österreich geflüchteten Menschen?
Die Studie wurde von Johanna Neuhauser, Ingrid Mairhuber, Bernadette Allinger, Oliver Gruber, Anna Raith und Martin Schmidhuber im Auftrag der AK Wien erstellt und steht hier zum Download zur Verfügung:
Geflüchtete Menschen stoßen auf zahlreiche individuelle, aber auch strukturelle Hindernisse und Hürden, wenn es um den Einstieg in den Arbeitsmarkt geht. Dazu zählen u.a. Sprachhürden, fehlende Qualifikationsnachweise bzw. die fehlende Anerkennung ausländischer Qualifikationen, gesundheitliche Einschränkungen oder Diskriminierung. Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte finden sich trotz Zugangs zum Arbeitsmarkt daher häufig auf Arbeitsplätzen wieder, für die sie überqualifiziert sind.
Untersucht wurde, mit welchen konkreten Hürden und Hindernissen geflüchtete Menschen in Österreich bei der Aufnahme einer ihrer Qualifikation entsprechenden Beschäftigung zu kämpfen haben. Auf Basis von Interviews und Fokusgruppen mit unterschiedlichen Akteursgruppen (Initiator:innen/Trainer:innen von Projekten und Programmen für Geflüchtete sowie Geflüchteten und Unternehmer:innen) zeigt die Studie Möglichkeiten auf, die den Weg in eine qualifikationsadäquate Beschäftigung erleichtern. Ein spezieller Fokus wurde dabei auf geflüchtete Frauen gelegt, da diese besonders von Dequalifizierung betroffen sind und es spezifischer Maßnahmen bedarf, um ihnen einen qualifikationsadäquaten Einstieg in den österreichischen Arbeitsmarkt zu ermöglichen.
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