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Neue Projekte

„Gesund digital arbeiten“ – Ein kostenfreies Angebot für Betriebe von FORBA und AUVAfit
Digitale Tools und künstliche Intelligenz verändern die Arbeitswelt rasant. Sie bieten Chancen, können aber gleichzeitig zu höherem Zeitdruck, Stress, Arbeitsverdichtung sowie ständiger Erreichbarkeit führen. Mangelnde Erholung, starke Erschöpfung bis hin zu Burnout und körperlichen Erkrankungen können die Folge sein. Das Programm „Gesund digital arbeiten“ setzt hier an: Es handelt sich um ein Angebot zur Arbeitsgestaltung, das darauf abzielt, psychosoziale Risiken digitaler Technologienutzung zu reduzieren. Durchgeführt wird das Programm im Rahmen von AUVAfit, begleitet von sozialwissenschaftlicher Expertise durch FORBA. Es richtet sich an Betriebe sowie betriebliche Akteur*innen wie Gesundheitsfachkräfte, Betriebsräte etc. Gemeinsam mit den Beschäftigten werden mithilfe wissenschaftlich fundierter Methoden konkrete Belastungsfaktoren identifiziert und daraus Handlungsfelder abgeleitet. Auf dieser Grundlage entwickeln die teilnehmenden Unternehmen zusammen mit dem AUVAfit-Team gezielte Maßnahmen für eine gesunde digitale Arbeitsgestaltung. Weiterführende Informationen zu Inhalten und Teilnahmebedingungen für dieses kostenfreie Angebot finden Sie hier: Link
Philip Schörpf und Agnes Fessler (FORBA) präsentierten beim Forum Prävention 2026 in Innsbruck am 26. Mai das Angebot „Gesund digital arbeiten“. Den Link zur Präsentation finden Sie hier: Link
Einen Videorückblick zum Forum Prävention 2026 finden Sie hier: Link
Wenn Sie weitere Informationen oder Infoflyer benötigen, wenden Sie sich gerne an office@forba.at

Zwei Studien zur Repräsentativität der Sozialpartner in der Tourismusbranche (Beherbergung, Gastgewerbe) und im Groß-Catering
Die im Auftrag von Eurofound durchgeführten Projekte zielen darauf ab, notwendige Informationen zur Unterstützung des sektoralen Sozialdialogs in den beiden Branchen Beherbergung und Gastronomie sowie Groß-Catering bereitzustellen. Die Studien bestehen jeweils aus drei Hauptteilen: zunächst einer knappen Darstellung der wirtschaftlichen Besonderheiten der Branchen; weiters einer Analyse der relevanten Sozialpartnerorganisationen aller Mitgliedsstaaten, insbesondere ihrer Mitgliederstruktur, ihrer Rolle im Kollektivverhandlungssystem und im politischen Konsultationsverfahren sowie ihrer Mitgliedschaften in nationalen und europäischen Dachverbänden, und schließlich einer Analyse der relevanten europäischen Verbände, unter besonderer Berücksichtigung ihrer Mitgliederstruktur und ihrer Verhandlungsfähigkeit. Ziel der beiden Projekte ist die Identifizierung der relevanten nationalen und europäischen Sozialpartner in beiden Branchen. Initiiert wurden diese Projekte von der Europäischen Kommission, ihrem Wunsch entsprechend, jene europäischen Sozialpartnerverbände zu identifizieren, die im Konsultationsverfahren gemäß dem Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) berücksichtigt werden müssen.
Mehr Infos zur Studie über Beherbergung und Gastronomie: Link
Mehr Infos zur Studie zum Großcatering: Link

Ältere Beschäftigte: Arbeitsmarkt und Pensionssystem
Derzeit liegt der Anteil der 60- bis 64-Jährigen an allen Beschäftigten in österreichischen Unternehmen im Durchschnitt bei rund 5%. Rund 30% der mittleren und größeren Unternehmen (ab 20 Arbeitnehmer:innen) beschäftigen keine einzige Person über 60 Jahre, mehr als die Hälfte dieser Unternehmen keine Frau, die älter als 60 Jahre alt ist. Gleichzeitig wird immer wieder die Erhöhung der Beschäftigungsquote unter älteren Arbeitnehmer*innen vor allem von Seiten der Vertreter*innen der Wirtschaft gefordert. Im Rahmen dieser von der AK Oberösterreich in Auftrag gegebenen Studie sollen mittels Desktop-Research, Expert*inneninterviews und einer Arbeitsgruppe daher nachfrageseitige Maßnahmen identifiziert werden, die geeignet sind, die Beschäftigungsquote älterer Arbeitnehmer*innen in Österreich zu steigern. Auf dieser Grundlage wird zumindest eine konkrete Maßnahme konzeptuell ausgearbeitet, deren Implementierung die Beschäftigungsquote älterer Arbeitnehmer*innen effektiv und nachhaltig positiv beeinflussen sollte. Link


Neue Publikationen

Grüne Berufswanderkarten für Beschäftigte in der Fahrzeug-Branche
Hubert Eichmann und Wolfgang Mayer analysieren in einem Artikel in der Ausgabe 1/2026 der Zeitschrift WISO Umstiegsoptionen aus der krisengeplagten österreichischen Automotive-Zulieferindustrie, bedingt u.a. durch den zögerlichen Umstieg auf E-Mobilität. Es wird ein Forschungsprojekt vorgestellt, in dem sogenannte „grüne Berufswanderkarten“ entwickelt wurden, d.h. Umstiegspfade in tendenziell ökologische Berufsfelder und dazu passende Weiterbildungsmaßnahmen. Zwei dieser Berufswanderkarten – für Kfz-Techniker*innen bzw. Metalltechniker*innen – skizzieren Wechsel aus dem Automotive-Sektor. Den vollständigen Artikel finden Sie hier: Link

Eurofound-Publikationen mit FORBA-Beteiligung
In der ersten Jahreshälfte 2026 wurden zwei Berichte von Eurofound (Europäische Stiftung für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen) veröffentlicht, an denen das Netzwerk europäischer nationaler Korrespondent*innen (Bernadette Allinger und Georg Adam für Österreich) beteiligt war:

Der Bericht „Equal value, equal pay: Concepts, mechanisms and implementation towards gender pay equity“ präsentiert eine umfassende Zusammenstellung von Erkenntnissen und Analysen zur praktischen Umsetzung des EU-Grundsatzes der gleichen Entlohnung für gleiche und gleichwertige Arbeit im Vorfeld der EU-Entgelttransparenzrichtlinie, die bis 6. Juni 2026 in nationales Recht hätte umgesetzt werden sollen: Link

Ebenso dem Themenfeld der Entlohnung widmet sich der Bericht „Collective bargaining beyond pay: An analysis of collective agreements in selected low-paid sectors”, in welchem die Inhalte von 94 Kollektivverträgen in drei Niedriglohnbranchen – Lebensmittel-, Leder-, Textil- und Bekleidungsherstellung; Pflege- und Betreuungseinrichtungen; und Einzelhandel – in elf EU-Mitgliedstaaten und Norwegen analysiert werden. Der Bericht untersucht, wie Kollektivvertragsverhandlungen die Arbeitsbedingungen über die Löhne hinaus regeln und wie sich diese Themen zwischen 2015 und 2022 entwickelt haben. Link

Frauenorientierte Pensionsworkshops

Mit Pensionswissen die Handlungsmöglichkeiten von Frauen erweitern
Das Pensionsvermögen in Form von Pensionsansprüchen ist für viele Menschen das größte finanzielle Vermögen, das sie im Laufe ihres Lebens aufbauen. Die Höhe dieses Vermögens hängt auch davon ab, wieviel sie über das österreichische Pensionssystem wissen. Eine niederschwellige Möglichkeit, sich dieses Wissen anzueignen, bietet das frauenorientierte Informationsangebot der FORBA-Pensionsexpertin Ingrid Mairhuber.‘
Nähere Infos sowie Termine für die nächsten Workshops finden Sie hier: Link

Veranstaltungsankündigungen

Am 18. Juni 2026 präsentieren Johanna Neuhauser und Bernadette Allinger die Ergebnisse ihrer für die Arbeiterkammer Wien durchgeführten Studie „Qualifikationsadäquate Beschäftigung von Flüchtlingen“ im Rahmen einer gemeinsamen Tagung der AK Wien und des WAFF. Die Tagung findet von 9:00 bis 14:00 Uhr im AK Bildungsgebäude (Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien) statt. Nähere Informationen finden Sie hier: Link

Am 17. Juli 2026 wird die von FORBA im Auftrag des BMFWF durchgeführte Studie „Frauen im Aufsichtsrat – Wege, Praktiken und Empfehlungen“ im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz vorgestellt. Nähere Informationen folgen zeitnah auf der FORBA-Website: Link