Montag, 29. Juni 2020 ca. 10:00 – 17:00
Technisch Gewerbliche Abendschule (TGA)
Hörsaal B 402, 4. Stock, Plößlgasse 13, 1040 Wien

Für die Bewerbung schicken Sie bitte bis 23. Februar 2020 ein Abstract im Umfang von ca. 400 Worten an Annika Schönauer: schoenauer@forba.at.

Ziel dieser Veranstaltung ist der Austausch zwischen Forschung und Praxis zum breit gefassten Thema Zukunft der Arbeit. Hiermit laden wir Sie zur Einreichung eines Abstracts für ein Kurzreferat ein. Geplant sind ca. 15 Kurzpräsentationen im Ausmaß von jeweils 10 – 12 Minuten mit anschließender Diskussion. Die Basis dafür können laufende oder abgeschlossene Forschungsprojekte, Dissertationen, Masterarbeiten u.a.m. sein. Wir wenden uns mit dieser Veranstaltung gezielt auch an NachwuchswissenschafterInnen sowie an Personen aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, d.h. neben Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften auch an Geistes-, Technik- oder Umweltwissenschaften bzw. an Fächer wie Architektur oder Raumplanung u.a.m.

Mögliche Zukünfte der Arbeit sowie Arbeitsformen der Zukunft werden vielfältig und kontrovers entlang einzelner Disziplinen, Diskurse und Themen diskutiert, oft entlang von „Megatrends“ wie Globalisierung, Digitalisierung, Klimawandel oder Alterung der Gesellschaft. Ein Ziel dieser Veranstaltung ist es, nebeneinander verlaufende Diskurse in Beziehung zu bringen. Mögliche Beiträge der Veranstaltung sind spezifische Befunde sowie Ausblicke zur (Erwerbs-)Arbeit als:

– Zukunft von Branchen, Berufen und Tätigkeiten
Zukunft der Arbeit im Sinn des Wandels von Tätigkeiten und beruflichen Anforderungen: Was ändert sich wodurch in Berufen von A [wie Ärztin] bis Z [wie Zimmerer]? Welche Berufe und Qualifikationsgruppen sind absehbare Gewinner / Verlierer der Entwicklung, wie verändert sich die spezifische Arbeitsgestaltung in einzelnen Tätigkeitsmustern?

– Zukunft von Organisationen, Arbeitsteilung und Wertschöpfung
Zukunft der Arbeit im Sinn der Veränderung von Organisationen sowie der inner- und zwischenbetrieblichen Arbeitsteilung: Welche Trends sehen wir zum Beispiel in Bezug auf Unternehmensgrößen, Unternehmenstypen (z.B. For Profit / Non Profit), Unternehmensgrenzen, Internationalisierung und Vernetzung? Wie sind „resiliente“ Organisationen beschaffen?

– Zukunft von Beschäftigungsverhältnissen, Arbeitsmarktangebot und -nachfrage
Zukunft der Arbeit im Sinn der Veränderung von Beschäftigungsverhältnissen in ihrer Quantität und Qualität: Wie verändern sich Erwerbsbeteiligung bzw. Einstieg und Ausscheiden aus dem Erwerbsleben? Welches Verhältnis von Normalarbeitsverhältnis vs. „atypischen“ Arbeitsformen ist zu erwarten; mit welcher Arbeitsqualität in welchen Segmenten?

– Zukunft von Arbeit vs. Erwerbsarbeit sowie der Geschlechterverhältnisse
Zukunft der Arbeit im Kontext der geschlechtsspezifischen Segmentierung des Arbeitsmarkts: Was lässt sich zur Zukunft von bezahlter vs. unbezahlter Arbeit, Karriereunterschieden zwischen Männern und Frauen sowie zu Frauen- und Mädchenförderung sagen? Für wen impli-ziert Teilzeitarbeit Prekarisierung oder andererseits eine Präferenz v.a. für Familienarbeit?

– Zukunft von Mitbestimmung
Zukunft der Arbeit und Mitbestimmung auf individueller, betrieblicher und gesellschaftlicher Ebene: Wie gestaltet sich Partizipation in einer Arbeitswelt 4.0 oder 5.0? Welche Rolle wird Erwerbsarbeit für Teilhabe in der Gesellschaft spielen – und welche Impulse erhält Mitbestimmung aus anderen Sphären (von Fridays for Future bis zu Rechtspopulismus)?

– Zukunft der sozialen Absicherung und Finanzierung des Wohlfahrtsstaats
Erwerbsarbeit als Fundament der Finanzierung des Wohlfahrtsstaates bzw. der Sozialpolitik: Müssen der Wohlfahrtsstaat und dessen Finanzierung umgestaltet werden? Wie lässt sich soziale Absicherung in einer sich ändernden Arbeitswelt aufrechterhalten bzw. ausbauen, was sind geeignete Modelle?

– Zukunft der Erwerbsarbeitsgesellschaft vs. Tätigkeitsgesellschaft
Zukunft der Arbeit als Kombination von Erwerbsarbeit und komplementären Modellen: Wird die Vollzeiterwerbsgesellschaft als Norm weiterbestehen oder geht der Trend in Richtung Arbeitszeitverkürzung mit mehr Sinnstiftung, die auch Freiwilligenarbeit, Nachbarschaftshilfe, Peer-to-Peer-Kooperation– und ressourcenschonendes Verhalten – miteinbezieht? In welchen Bereichen und Milieus finden sich welche Beispiele (z.B. Hilfe von und für ältere Menschen)?

Aufgrund des bewusst kurzen Zeitrahmens der Präsentationen sollten Fragestellungen und Ergebnisse bzw. Befunde im Zentrum stehen. Demgegenüber bitten wir, die in wissenschaftli-chen Präsentationen üblichen ausführlichen Hinweise auf methodische Zugänge kurz zu halten.

Für die Bewerbung schicken Sie bitte bis 23. Februar 2020 ein Abstract im Umfang von ca. 400 Worten an Annika Schönauer: schoenauer@forba.at.

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!

Zeitplan
Einreichung Abstracts bis spätestens 23. Februar 2020
Information über Annahme der Beiträge bis spätestens 27. März 2020

* Das Forschungsnetzwerk universitäre und außeruniversitäre Sozialforschung (SOZNET) ist darauf ausgerichtet, die österreichische Arbeitsforschung durch eine verstärkte Zusammenarbeit und Vernetzung zu stärken. SOZNET-AK ist eine darauf aufbauende Kooperation mit der Arbeiterkammer Wien, die den Wissens- und Erfahrungsaustausch von sozialwissenschaftlicher Forschung und der Arbeiterkammer Wien fördert. FORBA hat in dieser Kooperation die Koordinationsrolle inne.