Kameraleute in Europa leben und arbeiten oft unter prekären Bedingungen. Dies betrifft zum einen die Arbeitsverträge: Viele Kameraleute arbeiten in wirtschaftlicher Abhängigkeit, nur wenige von ihnen sind jedoch in einem regulären Beschäftigungsverhältnis tätig. Die oftmals formale Selbstständigkeit bedingt Arbeitsbedingungen, die häufig von unbezahlter Mehrarbeit, wiederkehrenden Phasen der Erwerbslosigkeit und sozialversicherungsrechtlicher Prekarität geprägt sind. Kameraleute arbeiten in der Regel projektbezogen, was meist mit einer gravierenden zeitlichen Ungleichverteilung des Arbeitsaufwands während der Projektlaufzeit und schwer planbaren Arbeitszeiten verbunden ist. Zudem sind viele weibliche Kameraleute von Erfahrungen mit Diskriminierung, aber auch sexueller Belästigung betroffen. 

Dies sind die wesentlichsten Ergebnisse einer von FORBA im Auftrag von IMAGO (International Federation of Cinematographers) durchgeführten Online-Umfrage unter Kameraleuten in Europa. 

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