FORBA-Fachgespräch 1/2026
Herausforderungen hybriden Arbeitens in Post-Covid-Zeiten.
Empirische Befunde aus Deutschland und Österreich
1. Oktober 2026, 17:00 – 18:30 Uhr
FORBA, Aspernbrückengasse 4/5, 1020 Wien (Nähe Urania)
Dieses FORBA-Fachgespräch findet ausschließlich vor Ort statt.
Bitte um Anmeldung unter office@forba.at (begrenzte Teilnehmer*innenzahl)
In diesem FORBA-Fachgespräch diskutieren wir aktuelle Befunde zu den multiplen Herausforderungen hybriden Arbeitens. Für Deutschland werden diese Herausforderungen im Spannungsfeld der unterschiedlichen Interessen zwischen Kapital und Arbeit verhandelt. Für Österreich werden zentrale Ergebnisse aus dem europäischen TWING-Projekt vorgestellt.
Abstracts
Hajo Holst, Universität Osnabrück
Hybrides Arbeiten und neue Ansprüche hochqualifizierter Angestellter
In vielen Unternehmen ist die in der Covid-19-Pandemie entstandene Homeoffice-Euphorie verflogen. Unter Managementvertreter*innen macht sich die Sorge breit, hybrides Arbeiten könnte sich auf Dauer negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit und die Kohäsion des Betriebs auswirken. Allerdings kollidiert die moralisierende Managementkritik am „zu weit getriebenen“ Homeoffice mit den post-pandemischen Arbeitsansprüchen vor allem hochqualifizierter Angestellter. Der Vortrag plädiert für eine Arbeitsgestaltung, die die real existierenden Nebenfolgen des hybriden Arbeitens ernst nimmt, dabei aber auch die neuen Angestelltenansprüche berücksichtigt.
Georg Adam, FORBA
Österreichspezifische Ergebnisse des europäischen TWING-Projekts
Georg Adam präsentiert im Anschluss die wichtigsten österreichspezifischen Ergebnisse des EU-Projekts TWING, welches die Bedeutung des sozialen Dialogs bzw. von Kollektivvertragsverhandlungen für die Gestaltung von Telearbeit in vier unterschiedlichen Branchen in Österreich und fünf anderen EU-Ländern untersuchte. Es zeigt sich, dass die Nutzungshäufigkeit und die Herausforderungen hybriden Arbeitens von Branche zu Branche sehr unterschiedlich sind und die konkrete Regulierung von Telearbeit fast ausschließlich auf betrieblicher Ebene erfolgt.
Die Vortragenden
Hajo Holst ist Professor für Wirtschafts- und Arbeitssoziologie an der Universität Osnabrück. Neben den Herausforderungen von neuen Arbeitsformen beschäftigt er sich mit Fragen der sozial-ökologischen Transformation, der Digitalisierung der Arbeitswelt und den gesellschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie.
Georg Adam ist Senior Researcher bei FORBA. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den nationalen und europäischen Arbeitsbeziehungen, der Verbändeforschung, Kollektivvertrags- und Mindestlohnpolitik und atypischen Formen der Beschäftigung.
Das FORBA-Team freut sich darauf, Sie beim Fachgespräch begrüßen zu dürfen!
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