Duration: 09/2025 - 03/2026
Status: ongoing
Research area: Work and organisation, Work, gender and social security systems
Key project staff: Ingrid Mairhuber, Bernadette Allinger, Agnes Fess
Funded by: Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF), Sektion für Frauenangelegenheiten und Gleichstellung, Abt. III/6
Im Jahr 2025 sind österreichische Unternehmen weiterhin weit von einer geschlechtergerechten Besetzung in der Unternehmensführung und im Aufsichtsrat entfernt. Im Jahr 2025 lag der Frauenanteil in den 32 großen börsennotierten österreichischen Unternehmen mit Quotenvorgaben bei 38%, der Frauenanteil in den übrigen börsennotierten Unternehmen ohne Quotenvorgaben erreichte nur 21%, und in zehn (meist kleineren) börsennotierten Unternehmen gibt es noch überhaupt keine Frau im Aufsichtsrat. Ziel der qualitativen Studie ist es, den Auswahlprozess und das Profil weiblicher Aufsichtsratsmitglieder in Österreich vor dem Hintergrund der EU-Richtlinie zur „Gewährleistung einer ausgewogenen Vertretung von Frauen und Männern unter den Direktor:innen börsennotierter Gesellschaften“ (EU-Richtlinie 2022/2381) zu analysieren, um daraus gezielte Ansätze zur Förderung weiblicher Führungskräfte bzw. zur Diversität im Aufsichtsrat ableiten zu können. Dazu werden leitfadengestützte Interviews mit aktuellen bzw. seit kurzem (seit 2018) ausgeschiedenen weiblichen Aufsichtsratsmitgliedern (börsennotierter) österreichischer Unternehmen durchgeführt.