Anhebung des gesetzlichen Frauenpensionsantrittsalters ab 2024: Auswirkungen auf Branchen, Betriebe und Frauen

Zeitraum: 12/2019 - 09/2020
Status: fortlaufend
Forschungsbereich: Arbeit, Gender und soziale Sicherungssysteme
ProjektmitarbeiterInnen: Ingrid Mairhuber
AuftraggeberIn: Arbeiterkammer Wien, Abteilung Frauen und Familie

Das gesetzliche Pensionsantrittsalter von Frauen wird ab dem Jahr 2024 schrittweise von 60 auf 65 Jahren angehoben.

Das fiskalische Ziel einer Pensionsantrittsalterserhöhung ist eine Verlängerung der aktiven Erwerbsphase und eine Verkürzung der Pensionsbezugsphase zur Dämpfung der Pensionsaufwandsdynamik. Die sozialpolitischen Effekte wären eine Erhöhung der Versicherungsjahre von Frauen und folglich eine bessere Absicherung im Alter.

Ob und inwiefern dieses Ziel in den kommenden Jahren in Österreich erreicht wird, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab. Das vorliegende Forschungsprojekt fokussiert auf Vorkehrungen, die diesbezüglich einerseits von den Betrieben und andererseits von den betroffenen Frauen zu treffen sind. Die zentrale Forschungsfrage des Projektes lautet daher: Welche Maßnahmen/Veränderungen sind notwendig, damit die gesetzliche Erhöhung des Frauenpensionsantrittsalters auch tatsächlich mit einer Verlängerung der Erwerbsphase durch eine aktive Beschäftigung der betroffenen Frauen verbunden ist und nicht zu einer Ausdehnung schon jetzt bestehender Erwerbslücken vor der Pensionierung führt?

Zur Beantwortung erfolgt sowohl eine quantitative Analyse (WIFO) zur Pensionsübertrittsdynamik der jüngeren Vergangenheit als auch eine qualitative Analyse (FORBA) zur Klärung notwendiger Maßnahmen zur Förderung der Arbeitsmarktintegration der von der Anhebung betroffenen Frauen.