PLUS – Platform Labour in Urban Spaces: Fairness, Welfare, Development

Zeitraum: 12/2018 - 11/2021
Status: fortlaufend
Forschungsbereich: Arbeitsbeziehungen und Mitbestimmung
ProjektmitarbeiterInnen: Bettina Haidinger, Philip Schörpf, Bernhard Saupe
AuftraggeberIn: European Commission, Horizon 2020 Programme
Kooperation: - UNIVERSTA DE BOLOGNA, Italy (Coordination) - THE UNIVERSITY OF HERTFORDSHIRE HIGHER EDUCATION CORPORATION (UH), UK - SCUOLA UNIVERSITARIA PROFESSIONALE DELLA SVIZZERA ITALIANA (SUPSI), Switzerland - UNIVERSITE PARIS 13 (UP13), France - FORSCHUNGS- UND BERATUNGSSTELLE ARBEITSWELT (FORBA), Austria - FUNDACIO PER A LA UNIVERSITAT OBERTA DE CATALUNYA (UOC), Spain - LEUPHANA UNIVERSITAT LUNEBURG (LUL), Germany - TALLINN UNIVERSITY, Estonia - FUNDACION TECNALIA RESEARCH & INNOVATION (TECNALIA), Spain - ASSOCIAZIONE BASIC INCOME NETWORK ITALIA (BIN ITALIA), Italy - FONDAZIONE GIACOMO BRODOLINI (FGB), Italy - STICHTING FAIRBNB AMSTERDAM (Fairbnb), Netherlands - SMARTFR (SMartFr), France - ASOCIACION COOPDEVS (Katuma), Spain)

PLUS, ein im Rahmen des Horizon 2020 gefördertes EU-Projekt, beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Plattformökonomie auf Arbeit, Wohlfahrt und Sozialschutz im urbanen Raum, sowie möglichen Gestaltungsspielräumen. In der Plattformökonomie finden strategisch wichtige Entwicklungen statt, sei es in Form der Anwendung neuer digitaler Technologien, hoher Investitionen oder neuer Jobs und Arbeitsformen. In PLUS dient die Stadt als Grundlage für die Analyse sozialer und ökonomischer Auswirkungen und Herausforderungen dieser Innovationen, und als Ausgangspunkt für die Entwicklung integrativerer Politiken.

Der empirischen Untersuchung von PLUS liegen vier als disruptiv eingeschätzte Plattformen (AirBnb, Deliveroo, Helpling und Uber) in sieben europäischen Städten (Barcelona, Berlin, Bologna, Lissabon, London, Paris, Tallinn) zugrunde. Im Rahmen eines multidisziplinären Ansatzes – rechtlich, sozioökonomisch, politisch, und historisch – erfolgen Literatur und Dokumentenaufarbeitung, empirische qualitative als auch quantitative Untersuchungen und Aktionsforschung. Letztere basiert auf communities of practice, sozialen Laboratorien und Pilotstudien, um neue alternative Szenarien der sozialen Absicherung, wirtschaftlicher Entwicklung und des Wohlergehens im Zeitalter der digitalen Arbeit zu entwickeln. Insofern bekennt sich PLUS zu einem Bottom-up-Ansatz politischer Aushandlung sowie sozialer und ökonomischer Gestaltung, um direkt auf Politik, Markt und Wohlfahrt Einfluss zu nehmen. Im Rahmen des Projekts sind die Entwicklung und Verbreitung innovativer Vertragstypen, eine Charta für Rechte digitaler ArbeitnehmerInnen, Leitfäden für gerechte Steuer- und Regulierungspolitik, oder Pilotprojekte für Sozialunternehmen geplant.

PLUS wird von der Universität Bologna koordiniert, FORBA ist Partner und wird sich insbesondere der quantitativen Untersuchung der Plattformökonomie widmen.

„Weitere Informationen und Projektnews finden Sie auf der PLUS-Projektwebsite: https://project-plus.eu/