Arbeitsbedingungen und Arbeitsbeziehungen in Niederlassungen österreichischer Unternehmen in Serbien, Nordmazedonien und Albanien

Zeitraum: 07/2021 - 02/2022
Status: fortlaufend
Forschungsbereich: Arbeitsbeziehungen und Mitbestimmung, Nachhaltige Arbeits- und Lebenswelten
ProjektmitarbeiterInnen: Bettina Stadler, Georg Adam
AuftraggeberIn: AK Wien

Entsprechend den jüngsten verfügbaren Zahlen aus dem Jahr 2018 verfügten knapp 6.000 österreichische Unternehmen über eine Auslandsniederlassung (vgl. Statistik Austria 2020). Ca. 7% dieser Niederlassungen sind in europäischen Ländern angesiedelt, die derzeit nicht Mitglied der EU sind.

Mit diesem Forschungsprojekt wollen wir die Arbeitsbedingungen und die Praxis des sozialen Dialogs in Niederlassungen österreichischer Unternehmen in den Beitrittskandidatenländern Serbien, Nordmazedonien und Albanien untersuchen. Wie sehr unterscheiden sich die Arbeitsbedingungen in Österreich und in den Auslandniederlassungen? Welche Probleme treten auf? Wie gut funktioniert der soziale Dialog in den Niederlassungen vor Ort? Wie weit und bei welchen Themen arbeiten BetriebsrätInnen und GewerkschafterInnen auf den verschiedenen Ebenen (Unternehmen, Euro-Betriebsrat, Gewerkschaften) über nationale Grenzen hinweg zusammen? Dies sind die zentralen Fragestellungen unseres Forschungsprojektes.

Methodisches Vorgehen: Eingeleitet wurde das Projekt von Recherchen zu den spezifischen nationalen Regelungen des sozialen Dialogs und den Rechten der ArbeitnehmerInnen in Serbien, Nordmazedonien und Albanien. Zugleich haben wir fünf Unternehmen ausgewählt, wo wir mit VertreterInnen von Betriebsrat bzw. Gewerkschaften Interviews zur Arbeitssituation in Österreich und im Ausland führen. Ergänzt und kontextualisiert wird die Studie durch Interviews mit zahlreichen nationalen und internationalen ExpertInnen.